Falsche Ernährung führt bei Hunden zu Übergewicht und Gesundheitsproblemen

Falsche Ernährung bei Hunden Übergewicht und Gesundheitsproblemen

Falsche Ernährung führt bei Hunden zu Übergewicht und Gesundheitsproblemen

Nach wie vor zählt der Hund laut Statista zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Mit 11,8 Millionen Hunden liegt diese Tierrasse auf Platz zwei hinter Katzen. Insgesamt gibt es in Deutschland 34 Millionen Haustiere, wobei die Zahl seit 2017 um 3,4 Millionen Tiere gewachsen ist. Obwohl oder gerade weil sich viele Menschen vom Alltagsstress überfordert fühlen, geben sie einem Tier ein Zuhause. Einer der Gründe ist sicherlich, dass sich Tiere positiv auf das körperliche und seelische Wohlbefinden auswirken.

Gerade Hunde mit ihrer bedingungslosen Zuneigung ihrem Besitzer gegenüber sind eine Bereicherung. Singles fühlen sich in der Anwesenheit eines Vierbeiners weniger einsam, bei Familien profitieren Eltern und Kinder enorm vom Wesen des Tieres. In vielen Haushalten wird es als Familienmitglied wahrgenommen. Es verwundert demnach wenig, wie wichtig das Thema Ernährung Tierbesitzern ist.

 

Warum es bei Hunden zu Übergewicht kommt

Der deutsche Tierärzteverband schlägt Alarm: Rund die Hälfte der Hunde hierzulande ist übergewichtig. Liebe geht durch den Magen heißt ein altbekanntest Sprichwort. Einer der Gründe, warum es bei Hunden zu Übergewicht kommt ist das Besitzer ihren vierbeinigen Mitbewohnern ihre Zuneigung durch Futter zeigen. Ist ein Hund übergewichtig, ist ausschließlich der Halter schuld daran.

Seltene Ausnahmen sind natürlich Fälle, wo es durch eine schwere Stoffwechselstörung zu überschüssigen Pfunden kommt. Oftmals fällt es dem Besitzer gar nicht auf, dass die Fellnase zu viel Gewicht auf die Waage bringt. Da man das Tier jeden Tag sieht, fällt eine Zunahme gar nicht auf. Schließlich sammeln sich die überschüssigen Pfunde nicht über Nacht an, sondern es braucht mehrere Monate bis sich die Fettpolster gebildet haben.

Der renommierte Kleintierspezialist von der Universität von Liverpool Alex German sagt „tendenziell wird das Gewicht des eigenen Hundes oft unterschätzt. Ähnlich wie bei frisch verliebten Paaren, die den Partner durch die sprichwörtliche rosarote Brille sehen erkennen Halter oft nicht, dass ihr geliebtes Haustier ein schwergewichtiges Problem hat.

Noch dazu kommt, dass zumindest leichtes Übergewicht sowohl bei Mensch als auch bei Tier durchaus akzeptiert wird. Da man so viele übergewichtige Hunde auf den Straßen sieht „würden die meisten Leute es gar nicht merken, wenn sie ihren Hund überfüttern“, meint die Tierverhaltensforscherin Monique Udell von der Oregon State University. Hier einige weitere Fakten rund um das Thema Übergewicht bei Hunden im Allgemeinen:

 

Global gesehen sind Schätzungen zufolge zwischen 22 und 40 Prozent aller Hunde zu dick

Grundsätzlich kann jeder Tierbesitzer selbst feststellen ob das Tier übergewichtig ist. Dafür ist nicht einmal eine Waage notwendig: befindet sich ein Hund im Bereich des Normalgewichts, sind die Ruppen gut spürbar
Oftmals ist Hunden das Übergewicht sozusagen in die Wiege gelegt: Zu viel Futter in jungen Jahren führt zu einer vermehren Anlage von Fettzellen. Diese ändert sich nicht, wenn der Hund erst einmal ausgewachsen ist.
Von Fettsucht oder Adipositas spricht man bei Hunden, wenn das Gewicht 20 Prozent über dem Idealwert liegt

Mangelhafte Ernährung führt nicht nur zu Übergewicht

Nicht immer zeigt sich eine schlechte Ernährung des Hundes in Übergewicht. Die Tiere können außerdem abmagern, den Fellglanz verlieren oder teilnahmslos wirken. Genauso wie beim Menschen enthält eine ausgewogene Hundekost alle lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Werden erst einmal von Tierarzt durch falsche Ernährung verursachte gesundheitliche Probleme diagnostiziert, ist oft Spezialnahrung notwendig. Unbedingt Lesen – Hundefutter, was verträgt mein Hund sollten zum Beispiel Halter mit Allergikerhunden.

Die Überempfindlichkeit kann unter anderem durch Milchprodukte, Mais oder Weizen verursacht werden. Genau jene Produkte kommen oft in traditionellem Hundefutter vor. Um die oft heftigen Reaktionen zu vermeiden lohnt sich der Umstieg auf für Allergiker geeignetes Futter.

Schlechte Ernährung löst außerdem Störungen im Magen- Darmtrank aus. Brechreiz ist eines der Symptome, die auf mangelhaftes Futter hindeutet. Manche Tiere reagieren jedoch auch mit Durchfall oder Verstopfung.

 

Übergewicht verursacht gesundheitliche Probleme

Tatsache ist außerdem, dass manche Rassen eher zu Übergewicht neigen als andre. Der Labrador oder der Cocker Spaniel zählen dazu. Grund dafür ist ein grundsätzlich niedriger Energiebedarf, der vererbt wird. In Relation zu ihrer Größe brauchen einige Rassen einfach weniger Futter als andere. Darüber hinaus gibt es Tiere, die einen größeren Appetit haben als andere.

Der Labrador zum Beispiel scheint ständig Hunger zu haben und viele Tierbesitzer können dem treuherzigen Blick nicht widerstehen und stecken dem vierbeinigen Liebling ständig Leckereien zu. Das hat jedoch fatale Folgen für das Tier: Denn immerhin neigen gerade Labradors zur Hüftdysplasie. Jedes Kilogramm zu viel belastet die Gelenke, darunter auch das sensible Hüftgelenk.

In Kombination mit genetisch bedingten rassetypischen Krankheiten ist Übergewicht für viele Tiere fatal. Egal ob es sich um genetisch bedingte Knie-, Ellenbogen- oder Hüftprobleme handelt, je schwerer das Tier ist umso schlechter kommt es mit degenerativen Gelenkserkrankungen wie Arthrose zurecht. Selbst wenn man auf Anraten des Tierarztes auf eine gesündere Ernährung umschwenkt, kann es für das Tier dann bereits zu spät sein. Weitere Folgen von Übergewicht sind Diabetes, Haut- und Herz-Kreislauferkrankungen.