Haustiere und Schädlingsbekämpfung – ohne Gift und umweltfreundlich Plagegeister loswerden

Haustiere und Schädlingsbekämpfung - ohne Gift bitte
Ratten - oder Mäusegift kann lebensbedrohlich für Haustiere werden, wenn die Tiere vergiftete Nager fressen

Haustiere und Schädlingsbekämpfung – ohne Gift und umweltfreundlich Plagegeister loswerden

Wer Lebensmittelmotten oder Wühlmäuse in der Wohnung bzw. Garten hat, möchte diese schnellstmöglich loswerden, keine Frage. Doch was, wenn sich gleichzeitig ein Haustier in der Wohnung befindet? Hier muss man besonders vorsichtig vorgehen. Schließlich würde Gift eventuell zwar die Schädlinge bekämpfen, aber gleichzeitig auch die geliebte Katze vergiften. Worauf man bei Haustieren und Schädlingsbekämpfung achten muss, zeigt dieser Text.

 

Zahlreiche Haustiere verenden qualvoll

Ein Haustier, dass an einer Vergiftung stirbt  ist keine Seltenheit. Immer wieder gibt es die Meldung, dass ein Hund oder eine Katze qualvoll durch Gift verendet ist. Zustande kommt das so: Ein Nagetier, etwa eine Maus oder eine Ratte, hat Gift gefressen und stirbt. Daraufhin findet das Haustier den toten Schädling, frisst ihn – und stirbt ebenfalls an einer Vergiftung.

Doch wie funktioniert das Gift? Meist handelt es sich dabei um Cumarin. Ein Stoff, der die Nager innerlich verbluten lässt. Moderne Cumarinverbindungen erzielen diese Wirkung bereits in sehr kleiner Dosis. Nimmt der Hund oder die Katze das Gift nicht indirekt über die Ratten oder Wühlmäuse auf, ist auch Gift, das im Haus oder Garten herumliegt gefährlich für das Tier.

Besonders fatal ist an der ganzen Geschichte: Cumarin zeigt seine Wirkung erst nach zirka fünf bis zu zehn Tagen. Das Haustier verendet also qualvoll – und langsam.

Wer vermutet, dass das Haustier vergiftet ist, sollte auf folgende Symptome achten:

  • An allererster Stelle steht als Warnsignal das Erbrechen. Das tritt oft als allererstes ein.
  • Auch vermehrtes Hecheln beim Hund oder eine schnellere Atmung bei der Katze können auf eine Vergiftung hinweisen.
  • Der Speichel der Tiere ist oft weißer als sonst.
  • Die Schleimhäute sind blass.
  • Auch die Pupillen der Tiere sind verändert. Allgemein wirkt das Tier teilnahmslos und passiv.

In einigen Fällen können Tierärzte das Haustier noch retten. Doch viel besser ist es, die Vergiftung erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Lebensmittelmotten und Wühlmäuse natürlich bekämpfen

Die gute Nachricht: Schädlinge lassen sich auf vielfältige Art auch ganz ohne Gift loswerden. Für Wühlmäuse oder andere Nager kann man zum Beispiel einfach eine Wühlmausfalle aufstellen. Denn vergiftet man die Mäuse, könnte es nicht nur sie und das Haustier treffen, sondern auch Maulwürfe. Eine Wühlmausfalle stellt man wie folgt auf:

  • Einen Wühlmausausgang findet man recht einfach. Dafür muss man einfach mit einem Metallstab leicht in den Boden stechen. Wenn er leicht eindringt, dann ist dort mit ziemlich großer Sicherheit ein Ausgang. Als Nächstes sticht man mit einem Spaten ein Stückchen Erde aus.
  • Anschließend hebt man ein flaches Loch aus – in unmittelbarer Nähe des Mausausgangs.
  • Die Wühlmausfalle am besten zunächst über Nacht in Wasser legen, und danach mit Erde einreiben. So verliert diese ihren Eigengeruch. Die Falle sollte man zudem nur mit Gartenhandschuhen anfassen. Denn auch der menschliche Geruch kann die Tiere abschrecken.
  • Als Köder eignet sich ein Stückchen Gemüse. Etwa eine Karotte oder ein Stückchen Sellerie.
  • Die Falle spannen und danach direkt neben dem Mausausgang platzieren. Kommt noch etwas Licht durch, hilft zum Beispiel ein Eimer als Abdeckung. Erde braucht man dann nicht mehr über die Falle schütten. So lässt sich diese auch deutlich einfacher kontrollieren.

Gegen Schädlinge wie Lebensmittelmotten gibt es einen natürlichen Feind. Und zwar Schlupfwespen. Die Wespen sind winzig – etwa 0,3 bis 0,4 Millimeter groß. Doch Lebensmittelmotten haben keine Chance mehr, wenn die Schlupfwespen im Haus sind. Schlupfwespen kaufen kann mittlerweile ganz einfach im Internet. Diese werden meist so verschickt, dass sie genau dann, wenn sie per Post gebracht werden, schlüpfen. Die Wespen kommen oft auf kleinen Kärtchen an. Oft ist nach zirka 14 Tagen die letzte Wespe geschlüpft. Ist dies geschehen, bekommt man in der Regel noch eine Runde Pappkärtchen mit Schlupfwespen zugeschickt. Übrigens können die Tierchen nicht fliegen, sondern ausschließlich krabbeln. Sie ernähren sich von Motteneiern.

 

Natürliche Schädlingsbekämpfung – es gibt viele Alternativen

Nicht nur Wühlmäuse und Lebensmittelmotten, sondern auch viele weitere Schädlinge können auf natürliche Art und Weise bekämpft werden. Somit ist man auf der sicheren Seite. Man holt sich kein Gift ins Haus – und schützt damit die Katze oder den Hund vor einer tödlichen Vergiftung. Und auch die Natur gewinnt von der natürlichen Schädlingsbekämpfung. Denn so geraten die Giftstoffe nicht in die Erde – und vergiften dort Pflanzen oder Wildtiere.

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