Die quakenden Schneckenfänger

Die quakenden Schneckenfänger Laufenten kurz vorgestellt

Die quakenden Schneckenfänger

Laufenten kurz vorgestellt

Neugierig und erhobenen Hauptes watscheln sie sich in unsere Gärten: Laufenten. Immer mehr Gartenbesitzer finden Gefallen an den lebhaften Entenvögeln, die kaum fliegen können. Die Experten der Fachmarktkette Fressnapf wissen noch einiges über das ungewöhnliche Haustier.

Die aus Südostasien stammende indische Laufente ist mit der Stockente verwandt und hat die unterschiedlichsten Farbschläge: von den Wildfarben der Stockente über braun und schwarz bis hin zum taubenblau sind fast alle Farbtöne vertreten.

Ihr schlanker Körper und ihre aufrechte, fast senkrechte Haltung sind die typischen Merkmale der Laufente. Die aufmerksamen Vögel fressen mit Vorliebe Schnecken und deren Eier: ab dem 19. Jahrhundert wurden Laufenten deshalb in England eingesetzt, um Gartenanlagen in Stand zu halten.

Grashalme sind vor ihnen übrigens relativ sicher. Die Enten dienten außerdem als Eierlieferanten, weil sie im Jahr ein- bis zweihundert Eier legen können.

 

Können Sie Laufenten halten?

Sie brauchen für die Enten ausreichend Auslaufmöglichkeiten auf Ihrem Grundstück und einen kleinen Stall. Dieser ist wichtig, um die Tiere nachts vor jagenden Mardern oder Füchsen zu schützen. Für zwei Tiere benötigen Sie in etwa die Fläche einer größeren Hundehütte für den Stall.

Idealerweise lässt er sich von oben öffnen – für den Fall, dass Sie eine der scheuen Enten einmal einfangen müssen. Ein hoher Gartenzaun reicht bei den fast flugunfähigen Enten als Begrenzung in der Regel aus. Er sollte vor allem auch streunende Hunde fernhalten.

 

Ganz wichtig für die Enten:

Sie brauchen Wasser, sie müssen schwimmen können! Zu kleine Teiche verschmutzen unter Enteneinfluss, Biotope werden meist rasch zerstört. Besser ist ein größerer Teich, zur Not auch eine Wasserwanne oder ein Wasserbecken. Ebenso brauchen die geselligen Gruppentiere mindestens einen Artgenossen. Ente und Erpel vertragen sich am besten.

Auch ein Erpel und zwei bis drei Enten kommen gut miteinander aus. Schließlich kommt es auch vor, dass Eier erfolgreich ausgebrütet werden – dessen sollten Sie sich vor der Anschaffung bewusst sein!

Laufenten ernähren sich von Insekten, Würmern und Schnecken, die sie selbst sammeln. Dabei können sie auch Sand und kleine Steinchen aufnehmen, die sie zur Verdauung brauchen. Als Beifutter, vor allem im Winter, eignet sich Getreide, z. B. Körnermischungen für Hühner.

Laufenten werden oft in Gärten und Grünanlagen gehalten, weil sie am liebsten Schnecken fressen.

Auch frisches Grünfutter, wie beispielsweise Eisbergsalat, mögen die Enten gerne. Pellkartoffeln, Reis und Mehlwürmer werden gerne als Leckerei genommen, sollte man aber nur sparsam verfüttern. Frisches Trinkwasser muss stets bereitstehen.

Laufenten sind eher scheue Tiere, die sich nur selten zutraulich zeigen oder fangen lassen. Zum Kuscheln sind sie also ganz ungeeignet. Dabei sind sie ansonsten recht pflegeleicht. Wichtig ist, dass Sie sie jeden Abend sicher in den Stall geleiten, um sie vor Feinden zu schützen.

Erkundigen Sie sich, ob es in Ihrer Nähe ausgewiesene Ärzte oder Kliniken gibt, die sich auf Vögel spezialisiert haben und die Sie bei Bedarf aufsuchen können. Weitere Informationen zur Anschaffung und Haltung von Laufenten bietet das Internet.

 

Image by Uschi Dugulin from Pixabay
Über Maike 216 Artikel
Maike ist eine leidenschaftliche Tierliebhaberin. Mit einem Hintergrund in Veterinärmedizin und Tierverhalten verbindet sie Fachwissen mit Empathie, um Tierbesitzern zu helfen, ihre geliebten Gefährten bestmöglich zu versorgen. Ihre Liebe zu Tieren spiegelt sich in ihren einfühlsamen und fundierten Artikeln wider, die klare Informationen und praktische Ratschläge bieten. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement ist sie eine wertvolle Bereicherung für das Team von Haustiere-heute.de und eine verlässliche Quelle für alle, die das Beste für ihre pelzigen Freunde wollen.