Tierkrankenversicherung: Ab wann sinnvoll?

Tierkrankenversicherung: Ab wann sinnvoll?

Tierkrankenversicherung: Ab wann sinnvoll?

Bei Katzen und Hunden wird sich häufig bei der Anschaffung auch gefragt, ob denn überhaupt eine Tierkrankenversicherung notwendig ist. Es geht hierbei um Vorsorge, wenn zum Beispiel das Haustier operiert werden muss. Routineuntersuchungen oder Impfungen werden meistens sowieso aus eigener Tasche bezahlt, auch im Falle einer Versicherung aufgrund der Selbstbeteiligung.

Ein Haustier kann für viel Freude sorgen, aber gleichermaßen auch für große Kostenfaktoren, wenn es zu einer Verletzung oder Krankheit kommt. Insbesondere langfristige Behandlungen oder Therapien mitsamt der Diagnose können finanzielle Polster vernichten. Als Tierhalter bleibt somit die Entscheidung, ob eine solche Vollversicherung abgeschlossen werden sollte oder doch nur eine Versicherung für Operationen.

 

Tierkrankenversicherung: Auf die Selbstbeteiligung achten

Auf dem Markt findet sich mit Anivigo und weiteren Anbietern ein großes Angebot. Die Beträge variieren dabei von Anbieter zu Anbieter, da das Leistungspaket sich häufig unterscheidet. Dann kommt es aber auch noch auf weitere Faktoren an, wie zum Beispiel, ob es sich um eine Hauskatze handelt oder um einen Freigänger.

Weitere Faktoren sind auch, wie gesund das Tier bisher ist und mit welchem Alter versichert wurde. Zusätzlich gibt es auch Nur-OP-Tarife, welche als Alternative gehandhabt werden. Die Kosten dafür liegen im Jahr zwischen 100 bis 200 Euro, teilweise auch darüber hinaus, dies ist abhängig von Zusatzpaketen.

Geachtet werden sollte aber stets auf die Selbstbeteiligung, denn die ist unterschiedlich hoch. Für gewöhnlich liegt die Selbstbeteiligung bei 20 Prozent, dies wäre bei einer OP in Höhe von 2.000 Euro somit 400 Euro, welche aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Möglicherweise kommt es dann auch noch zu Nachbehandlungen, hier gilt weiterhin dieser Prozentsatz.

Eine Tierkrankenversicherung ist in der Hinsicht sinnvoll, dass eine jährliche Routineuntersuchung, Impfungen sowie Kastrationen oder andere ambulante oder stationäre Behandlungen übernommen werden. Allein die Vorsorgeuntersuchung liegt bei bis zu 200 Euro jährlich. Doch Vorsicht, denn es gibt auch Versicherungen, welche genau diese Leistungen ausschließen.

 

Wann ist eine Tierkrankenversicherung sinnvoll?

Wer über ein hohes finanzielles Polster verfügt, und die Kosten selbst ohne Probleme tragen kann, der benötigt für gewöhnlich keine Tierkrankenversicherung – dafür werden Konten für Spareinlagen eröffnet. Die finanzielle Situation hängt davon ab, ob eine solche Versicherung sinnvoll ist oder eben nicht. Dafür müssen möglicherweise folgende Fragen beantwortet werden:

  • Sind die hohen Verbindlichkeiten im Fall des Falles innerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten? Eine Operation mitsamt Nachbehandlungen liegt immer im vierstelligen Bereich.

  • Ist das Tier nicht vielleicht schon zu alt, um bei einer Krankenversicherung aufgenommen zu werden?

  • Soll sich möglicherweise nur gegen Kosten aus Operationen geschützt werden?

 

Versicherung muss nicht sein, aber …

Ob eine Versicherung sein sollte, ist abhängig von diversen Faktoren und muss individuell entschieden werden. Es kann helfen, eine unabhängige Beratung in Betracht zu ziehen, dafür sollte ein spezialisierter Berater in Anspruch genommen werden.

Das schützt auch vor „schlechten Versicherungen“, welche zum Beispiel Erbkrankheiten ausschließen oder das Ausland als Behandlungsort gänzlich ausschließen, dies ist für viel Reisende mit Hund sehr problematisch. Weiterhin ist auch zu berücksichtigen, ab wann denn der Versicherungsschutz in Anspruch genommen werden kann (die Wartezeit variiert je nach Anbieter stark).

Als Faustregel gilt auch weiterhin, dass die teuerste Versicherung nicht direkt auch die beste sein muss. Es gilt das Preis-Leistungs-Verhältnis zu prüfen.