Zecken bei Hunden: Erkennen – entfernen und alles was man über Gefahren durch Zecken und Zeckenschutz wissen sollte

Zecken bei Hunden: Erkennen - entfernen und alles was man über Gefahren durch Zecken und Zeckenschutz wissen sollte

Zecken bei Hunden: Erkennen – entfernen und alles was man über Gefahren durch Zecken und Zeckenschutz wissen sollte

Zecken beim Hund sind ein Problem, das jeder Hundehalter kennt. Sie lauern im Gebüsch, im Park und im Wald. Auch an Ufern und im eigenen Garten kann der Hund von Zecken befallen werden.

Zecken sind nicht nur lästig, sie können auch schwerwiegende Krankheiten übertragen. Durch das milde Wetter ist Dein Hund auch im Winter nicht mehr sicher vor dem Ungeziefer. Was Du vorbeugend tun kannst und wie Du Deinem Hund eine Zecke entfernst, liest Du hier.

Welche Körperstellen werden von Zecken beim Hund bevorzugt befallen?

Zecken warten im hohen Gras oder im Gebüsch, bis sich ein Hund nähert. Sie krabbeln dann auf sein Fell und suchen sich einen geeigneten Ort, um sich fest zu beißen. Zecken kann man bei Hunden an jeder Stelle finden, jedoch gibt es einige Orte, die sie bevorzugen. Dünn behaarte Stellen oder Stellen mit dünner Haut werden von den Zecken bevorzugt. Zecken findet bei Hunden man deshalb häufig an

  • Ohren
  • Kopf
  • Leistengegend
  • Genitalbereich
  • zwischen den Zehen
  • und in den Achseln.

Wann sollte die Zecke entfernt werden?

Sobald man eine Zecke entdeckt, sollte diese auch entfernt werden. Es kann einige Stunden bis Tage dauern, bis der Krankheitserreger übertragen wurde. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt, je länger die Zecken beim Hund sind. Meist ist der Zeitpunkt, zu dem die Hunde befallen wurden, nicht klar, deshalb sollte sie immer umgehend entfernt werden.

Welche Folgen hat es, wenn die Zecke nicht entfernt wird?

Wird die Zecke nicht entfernt, so kann der Hund von Krankheitserregern befallen werden. Ob die Zecke eine Krankheitserreger in sich getragen und diesen an den Hund weitergegeben hat, lässt sich leider erst fest stellen, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist. Um sicher zu gehen und den Hund gegebenenfalls prophylaktisch zu behandeln, sollte zeitnah ein Tierarzt aufgesucht werden.

Hundegesundheit – Zecken und gesunde Verdauung beim Hund

Kann der Hund sich die Zecke auch selbst entfernen?

Kratzt der Hund sich dort, wo die Zecke sitzt, ist es möglich, dass er sie sich auch selbst entfernt. Allerdings wird der Kopf der Zecke vermutlich stecken bleiben. Auch mithilfe der Zähne, können Hunde unabsichtlich Zecken selbst entfernen. Doch auch hier ist das Risiko sehr groß, dass der Kopf stecken bleibt. Zecken beim Hund sollten immer vom Hundehalter oder vom Tierarzt entfernt werden.

Wie teuer wird es, wenn der Tierarzt die Zecken beim Hund entfernt?

Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Zecken entfernt werden und professionelle Hilfe möchtest, kann Dir der Tierarzt helfen. Der Tierarzt nimmt für die Entfernung meist zwischen 10 und 30 EUR.

Welche Gefahren birgt ein Zeckenbiss?

Durch einen Zeckenbiss können Krankheitserreger übertragen werden, die für den Hund mitunter schwerwiegende Folgen haben können. Am häufigsten übertragen Zecken

  • Lyme-Borreliose
  • Anaplasmose
  • FSME
  • Babesiose.

Was führt dazu, dass Zecken auf Hunden absterben?

Zecken ernähren sich bis zu 10 Tage vom Blut der Hunde. Ihr Körper wird in dieser Zeit immer voluminöser. Sie ernähren sich vom Blut, benötigen es aber auch zur Fortpflanzung. Sind sie vollgesaugt, fallen sie ab. Ohne Wirt kann eine Zecke maximal 10 Tage überleben.

An welchem Ort werden die Eier abgelegt?

Eine weibliche Zecke kann bis zu 5000 Eier legen. Meist werden die Eier im Herbst an einer geeigneten Stelle am Boden abgelegt. Sind die Larven im Frühjahr geschlüpft, suchen sie sich zunächst einen kleineren Wirt, wie einen Igel oder andere kleine Säugetiere.

Was sind die Symptome nach einem Zeckenbiss?

Typische Symptome einer Krankheitsübertragen nach einem Zeckenbiss sind
– Wanderröte
– Fieber
– Appetitlosigkeit
– geschwollene Lymphknoten
– Lahmheit
– entzündete Organe und Gelenke
– Abgeschlagenheit.

Solltest Du eines oder mehrere dieser Symptome bei Deinem Hund bemerken, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen.

Wie sollte der Hund nach einem Zeckenbiss behandelt werden?

Wurde die Zecke vollständig entfernt und kam es zu keiner Entzündung, so ist keinerlei Nachbehandlung nötig. Der Hund sollte die nächste Zeit auf Symptome beobachtet werden.

Was ist der beste Zeckenschutz für Hunde?

Der Markt ist überschwemmt mit Zeckenschutz, auch natürliche Mittel gibt es zu Hauf. Doch hält der Zeckenschutz wirklich, was er verspricht?

  • Chemischer Zeckenschutz, wie spezielle Zeckenhalsbänder oder Spot- On- Produkte, hat eine hohe Wirkkraft. Der Zeckenschutz hält nicht nur Zecken, sondern auch anderes Ungeziefer wie Flöhe, von Hunden fern. Dafür besteht der Zeckenschutz leider aus Chemie und kann Nebenwirkungen haben.
  • Zeckenschutz gibt es auch in Form von Tabletten. Diese müssen den Hunden oft nur einmal im Monat oder alle drei Monate gegeben werden. Der Nachteil von Tabletten ist, dass sie zwar die Zecken beim Hund fernhalten, allerdings auch Nebenwirkungen haben.
  • Zeckensprays aus ätherischen Ölen haben keine Nebenwirkungen, solange die Hunde nicht allergisch auf einen der Inhaltsstoffe reagieren. Sie wirken allerdings auch nicht so stark wie chemische Produkte und müssen mindestens einmal pro Woche aufgetragen werden.
  • Natürlichen Mitteln wie Kokosöl und Schwarzkümmelöl wird eine abschreckende Wirkung auf Zecken nachgesagt. Wissenschaftlich belegt ist dies allerdings nicht.
  • Die Wirkung der Mittel hängt von vielen Faktoren ab. Am besten fragst Du Deinen Tierarzt um Rat und testest Dich durch die verschiedenen Produkte durch.
Image by Uschi Dugulin from Pixabay
Über Maike 216 Artikel
Maike ist eine leidenschaftliche Tierliebhaberin. Mit einem Hintergrund in Veterinärmedizin und Tierverhalten verbindet sie Fachwissen mit Empathie, um Tierbesitzern zu helfen, ihre geliebten Gefährten bestmöglich zu versorgen. Ihre Liebe zu Tieren spiegelt sich in ihren einfühlsamen und fundierten Artikeln wider, die klare Informationen und praktische Ratschläge bieten. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement ist sie eine wertvolle Bereicherung für das Team von Haustiere-heute.de und eine verlässliche Quelle für alle, die das Beste für ihre pelzigen Freunde wollen.