Aquarium in Kleinformat – das Nano-Becken

Aquarium in Kleinformat - das Nano-Becken

Aquarium in Kleinformat – das Nano-Becken

Ein Aquarium zaubert eine geheimnisvolle, faszinierende Unterwasserwelt in jedes Wohnzimmer. Große Aquarien sind aber leider sehr schwer und verursachen große Schäden bei einem Wasseraustritt. Eine Alternative ist ein Nano-Aquarium.

Ein kleines Aquarium, ein sogenanntes Nano Aquarium, ist für viele Haushalte genau das Richtige. Allerdings musst du beachten, dass ein Nano-Aquarium nicht unbedingt als Anfänger-Becken geeigneter ist, denn zu viele Tiere oder zu viel Futter wirken sich noch schneller auf die Wasserqualität aus als bei einem größeren Becken.

 

Was ist genau ein Nano-Becken?

Normale Aquarien haben einen Inhalt von 120 bis 2 00 Litern. Das Fassungsvermögen eines Nano-Aquariums dagegen beträgt weniger als 54 Liter. In der Regel sind es nur zwischen 12 und 36 Liter. Dass 12 Liter recht handlich sind, erkennst du schon daran, dass ein handelsüblicher Eimer zehn bis zwanzig Liter fasst. In solchen Nano-Becken kannst du Zwerggarnelen, Zwergflusskrebse und Schnecken halten. Sogar spezielle, sehr kleine Fische können ein Nano-Becken bewohnen, doch dann sollten mindestens 30 Liter zur Verfügung stehen. Auch ein kleines Aquarium nur für Pflanzen hat einen großen Reiz. Wenn das Nano-Becken eine Würfelform hat, spricht man von einer Nano-Cube.

 

Wie richtest du ein Nano-Becken ein?

Da Überhitzung und Algenbildung ein Nano-Becken besonders gefährden, solltest du eine eher dunkle Zimmerecke wählen, da beides durch übermäßige Sonneneinstrahlung begünstigt wird. Dein Nano-Aquarium richtest du so ein:

1. Spüle das neue Becken mit klarem, warmem Wasser aus.
2. Wässere die Pflanzen, die du einbringen möchtest, für mindestens drei Tage, um sie von allen Schadstoff- und Düngerresten zu befreien, die das Gleichgewicht des Beckens und die Tiere schädigen könnten.
3. Bringe den Nährboden ins Aquarium ein. Diese Schicht soll mindestens zwei Zentimeter hoch sein.
4. Decke den Nährboden mit drei Zentimetern gewaschenem Garnelenkies ab. Auch spezieller Aquariumssand ist ein idealer Untergrund für Garnelen, weil später das Futter nicht in ihm verschwindet.
5. Bringe die Dekoration ein, die dann auch den Tieren als Versteck dient. Im Aquaristik-Bedarf ist geeignetes Material erhältlich, das auf die besondere Empfindlichkeit des Nano-Beckens Rücksicht nimmt.
6. Befülle das Aquarium jetzt zu etwa zwei Drittel mit handwarmem Wasser, dem du Tropfen eines Nano-Wasseraufbereiters zusetzen kannst. Vermeide dabei, den Boden aufzuwirbeln.
7. Setze nun die Pflanzen ein.
8. Installiere den Filter, fülle den Rest des Wassers auf, bringe nun die Beleuchtung und Abdeckung an.
9. Wechsle die Hälfte des Wassers nach drei, sechs und sieben Tagen, solange solltest du mit dem Erstbesatz warten.

 

Welche Zwerggarnelen und Schnecken eignen sich für ein Nano-Aquarium?

Als Erstbesatz sind dann fünf Garnelen auf je zehn Liter Wasser geeignet. Du solltest aber auch so viele Garnelen einsetzen wie die Wassermenge erlaubt, denn sie leben im Gruppen-Verband. Vor allem Red Fire oder Red Cherry Garnelen, Zebragarnelen, Blue Pearl Garnelen und die grünen Garnelen sind die richtigen Bewohner für dein kleines Aquarium. In etwas größeren Nano-Aquarien fühlen sich auch Turmdeckel- und Posthornschnecken wohl und vertragen sich gern mit den Zwerggarnelen. Zwergkrebse könnten allerdings zur Gefahr für deine Garnelen werden.

Aquarium in Kleinformat - das Nano-Becken

Welche Fische kannst du in einem Nano-Aquarium halten?

Ab etwa 30 Litern können in deinem Nano-Becken sogar kleine Fische leben. Als Faustregel kann dabei in etwa gelten: Für jeden Zentimeter, den ein Fisch lang ist, benötigt er etwa einen Liter Wasser. Killifische, wie der Ringelhechtling, der wegen seines Farbenspiels sehr beliebt ist, passen gut ins Nano-Aquarium. Auch Moskito- und Neonbärblinge, Zwergblaubarsche, Funken-, Feuer-, Glühlichtsalmler und Zwergkugelfisch fühlen sich hier pudelwohl. Besonders beeindruckend sind die prachtvollen siamesischen Kampffische. Hier darf aber nur ein Männchen ins Becken, da es sonst zu Auseinandersetzungen kommt.

 

Welche Pflanzen sind für eine Nano-Cube richtig?

Auch eine reine Bepflanzung kann sehr reizvoll sein. Eine ideale Bodenbepflanzung bildet z. B. das sogenannte Christmasmoos, das zierliche Kuba-Perlkraut, das Korallenmoos, das Phönix-Moos. Im Mittelbereich kommen das quirlblättrige Perlkraut, Cryptocoryne parva und Nadelsimse gut zur Geltung. Für den Hintergrund sind Stängelpflanzen empfehlenswert, die weit nach oben wachsen. Sie eignen sich auch für ein ganz neues Nano-Aquarium, um den Algen keine Chance zu lassen. Dazu gehören die Wasserpest, die rote Ludwigia, die rote Rotala wallichii, die allerdings viel Licht und reichlich CO2 benötigt.

Jetzt gilt es nur noch, den richtigen Platz auf dem Regal oder Schreibtisch zu finden.

Image by Uschi Dugulin from Pixabay
Über Maike 214 Artikel
Maike ist eine leidenschaftliche Tierliebhaberin. Mit einem Hintergrund in Veterinärmedizin und Tierverhalten verbindet sie Fachwissen mit Empathie, um Tierbesitzern zu helfen, ihre geliebten Gefährten bestmöglich zu versorgen. Ihre Liebe zu Tieren spiegelt sich in ihren einfühlsamen und fundierten Artikeln wider, die klare Informationen und praktische Ratschläge bieten. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement ist sie eine wertvolle Bereicherung für das Team von Haustiere-heute.de und eine verlässliche Quelle für alle, die das Beste für ihre pelzigen Freunde wollen.